Emil Frey Deutschland Logo
EmilFrey.de zum Startbildschirm hinzufügen X

Produktionskosten des teuersten Bauteils sinken: E-Autos könnten endlich günstiger werden

Akkus für Elektroautos könnten bald noch günstiger werden. Viele Autohersteller sind schon an der Kostengrenze von rund 100 US-Dollar pro Kilowattstunde angekommen, was in den USA zu neuen Zielen des Energieministeriums führt.

Momentan ist der Kaufpreis von elektrischen Fahrzeugen immer noch höher als der eines Autos mit Verbrennungsmotor. Das ist oft ein Grund, warum sich viele Fahrer nicht für Elektroautos entscheiden. Da der Akku der teuerste Bestandteil eines Elektroautos ist, gilt es insbesondere dessen Produktionskosten zu senken. Der Schwellwert von 100 US-Dollar pro Kilowattstunde, ab dem ein Akku kostengleich mit einem Verbrenner ist, galt lange als magische Grenze.

Wann diese Grenze genau erreicht werden würde, war aber lange unklar. Nun scheint sie aber früher zu fallen als erwartet. Im September 2020 kündigte Elon Musk, CEO von Tesla, beim „Battery Day“ an, dass Autohersteller von Elektroautos den Akkupreis auf 56 US-Dollar drücken müssen. Das sind 40 Prozent weniger als die Akkus momentan kosten und würde helfen Elektroautos auf dem Massenmarkt zu etablieren. Auch VW deutete im März 2021 laut dem Mobilitätsportal The Mobilist an, dass bald ein Akku, der rund 60 US-Dollar pro kWh kostet, hergestellt werden könnte.

Anfang des Jahres führte das dazu, dass das Energieministerium der USA den Zielwert für die Herstellung von Akkus von 100 auf 80 Dollar senkte. Im April wurde dieser Wert dann sogar noch weiter reduziert – auf 60 Dollar pro Kilowattstunde. Momentan kostet ein Akku mit 50 kWh noch 5.000 Doller in der Herstellung. Bei einem Preis von 60 Dollar pro kWh würden die Produktionskosten auf 3.000 Dollar (2.500 Euro) sinken.

Scheinbar ist der Zielwert des US-Energieministeriums von den Ankündigungen VWs und Teslas beeinflusst wurden, heiβt es in The Mobilist. Dadurch wird die kostengünstigere Herstellung von Akkus noch wichtiger. Ein Blick zurück zeigt, dass die Produktionskosten auch in den letzten Jahren schon deutlich gesunken sind. 2009 kostete ein Lithium-Ionen-Akku, wie er in Elektroautos zum Einsatz kommt, noch 1.200 US-Dollar pro kWh. 2018 konnten die Kosten auf rund 200 US-Dollar pro kWh reduziert werden.

Der Direktor des Departments für Fahrzeugtechnologie des US-Energieministeriums, Dave Howell, ist erstaunt, wie schnell die Technologie voranschreitet. Als der Zielwert von 100 Dollar pro kWh verkündet wurde, war man sich laut Howell nicht sicher, „wie wir es erreichen sollten. Wir haben uns am Kopf gekratzt. Sind wir wirklich in der Lage, dieses Ziel zu erreichen? Aber wir wussten, dass man sich dem Ziel nähern kann, und das war die Voraussetzung, um diese Technologie zu kommerzialisieren.“

Als Howell gefragt wurde, ob er über die schnelle Entwicklung in der Akkutechnologie überrascht sei, antwortet er: „Ich bin überrascht. Nicht, dass wir die 100 Dollar nicht hätten schaffen können. Aber der Zeitraum hat sich verkürzt. Sie sehen ja, wie sich der Fortschritt beschleunigt. Es gibt nicht nur einen Marktdruck, sondern auch einen Marktsog. Es werden mehr private Investitionen getätigt, was uns hilft, unsere Ressourcen auf die grundlegenden Probleme zu konzentrieren. Wenn man das Problem gelöst hat, weiß man, dass es ein Zuhause für diese Technologie gibt. Das motiviert Forschung und Entwicklung.“

Howell erklärt auch, dass mit dem Zielwert von 60 Dollar pro kWh Elektroautos billiger als Autos mit Verbrennungsmotoren wären. Denn dann würden die anfallenden Kosten für ein Elektroauto pro gefahrener Meile bei 26 Dollar-Cent pro Meile liegen. Bei einem Verbrenner belaufen sich die Kosten momentan auf 27 Cent pro Meile.

Cookie notice

Die Emil Frey Digital Services GmbH, Cannstatter Straße 46, 70190 Stuttgart, verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, Werbungen anzupassen und zu messen und eine sichere Erfahrung zu bieten. Indem Sie die Schaltfläche "Alles zulassen und fortsetzen" betätigen, stimmen Sie zu, dass bei Emil Frey Daten über Cookies gesammelt werden.