Emil Frey Deutschland Logo
EmilFrey.de zum Startbildschirm hinzufügen X

VW-Chef Diess verlangt nach deutlich höherer CO2-Steuer: Gleichzeitig verspricht er noch 2021 ein billiges E-Auto

Volkswagen-Chef Herbert Diess fordert, die CO2-Steuer zu erhöhen, um so den hohen Produktionskosten kleinerer, elektrischer Autos entgegenzuwirken. Gleichzeitig behauptet ein anderes Mitglied der VW-Vorstandsgarde, dass es auch ohne Erhöhung der Steuer bis 2025 ein günstiges Elektroauto von den Wolfsburgern geben wird.

Am 1. Januar 2021 trat die neue Steuer für Kohlenstoffdioxid in Kraft. Lauf dieser müssen Betriebe, die mit Öl, Gas, Benzin oder Diesel handeln, von nun 25 Euro/Tonne CO2 bezahlen. Geht es nach Diess, darf dieser Wert gern noch deutlich erhöht werden.

Der VW-Chef gab über die Nachrichtenplattform Twitter bekannt, dass diese Auflagen ‚natürlich wirken‘, wenn man es auf die CO2-Flottenziele bezieht. Kleinere Stromer würden so langsamer auf den Markt gebracht werden, denn kleine Autos würden in der Stadt bevorzugt weiterhin mit Benzin fahren. Immerhin könnten Autohersteller Flottenziele mit einer höheren Steuer leichter kontrollieren.

„Wenn kleine Elektroautos gewünscht sind, braucht es richtig gesetzten #CO2-Preis (100€/t). Kleine E-Autos mit kleinem CO2-Rucksack so nicht günstiger als #Verbrenner anbietbar, das zeigt der e-up. Premium-Hersteller haben es mit großen Autos einfacher, #Flottenziele zu erreichen (2/2)“ – Herbert Diess (@Herbert_Diess) 25. Januar 2021.

Mit einer CO2-Steuer von 100 Euro/Tonne würden die Benzinkosten ansteigen und so quasi den Kauf eines teureren, kleinen E-Autos ausgleichen. Hersteller größerer Elektroautos haben es viel leichter, ihre Flottenziele zu verwirklichen als die Produzenten kleiner und günstiger Elektroautos.

Trotzdem gibt es auch andere Meinungen bei Volkswagen. Am Tag bevor Diess seinen Tweet veröffentlichte, gab Ralf Brandstätter, VW-Markenchef, in einem Interview mit dem Nachrichtendienst Welt bekannt, dass VW ein neues, günstiges E-Auto auf den Markt bringen wolle. Dieses soll kleiner als der ID.3 sein, auch auf der MEB-Plattform basieren und nun schon 2025 anstatt 2027 ausgeliefert werden. Volkswagen habe die „Planungen überarbeitet und es von 2027 auf 2025 vorgezogen“, erklärt Brandstätter und äußert sich auch schon zur Preisspanne: „Der Preis für so ein Auto wird zwischen 20.000 bis 25.000 Euro liegen, und es wird ein Absatzpotenzial von mehr als 500.000 Einheiten haben.“

Ab 2026 soll dann Volkswagens das bei Volkswagen unter dem Namen Trinity geführte Elektroauto in Serie gehen, das auf einer neuen Plattform basieren und mit spezieller Software ausgestattet sein wird. Trinity soll auch über die Fähigkeit zum autonomen Fahren verfügen und für einen Preis ab 35.000 Euro aufwärts angeboten werden.

Cookie notice

Die Emil Frey Digital Services GmbH, Cannstatter Straße 46, 70190 Stuttgart, verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, Werbungen anzupassen und zu messen und eine sichere Erfahrung zu bieten. Indem Sie die Schaltfläche "Alles zulassen und fortsetzen" betätigen, stimmen Sie zu, dass bei Emil Frey Daten über Cookies gesammelt werden.