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Vollelektrisch oder doch Hybrid - welches Fahrzeug passt eigentlich zu mir?

E-Auto, Hybrid oder doch Plug-In Hybrid? Aktuelle drängen immer mehr E-Fahrzeuge auf den Markt. Doch was sind eigentlich die Unterschiede und welches dieser E-Fahrzeug passt am besten zu Ihren ganz persönlichen Anforderungen an ein modernes Kraftfahrzeug? Das sind die wichtigsten Punkte und Unterschiede.

Fakt ist: Egal ob Vollelektrisch oder Hybrid, beide Klassen fahren mit Strom und haben mindestens einen Elektromotor. Der Unterschied liegt darin, dass es bei den Hybriden einen weiteren Motor in klassischer Verbrenner-Bauweise gibt. Bei den verschiedenen Hybrid-Arten gibt es wiederum feine Unterschiede: Die aktuell oft verkauften Plug-in-Hybridautos haben einen größeren Akku. Der kann, genau wie bei reinen E-Autos, über eine Ladestation aufgeladen werden und hat deutlich mehr rein elektrische Reichweite als ein Standard-Hybrid. Standard-Hybride können ihre Batterien hingegen nur durch die Bewegungsenergie des Verbrenners und beim Bremsen wieder aufladen.

Kurz gesagt: Hybrid-Fahrzeuge haben in Kombination mit dem Verbrenner- und E-Motor bislang noch die höhere Reichweite. Aber auch die Reichweite von reinen E-Fahrzeugen wächst mit jeder neuen Fahrzeuggeneration. Im Jahr 2022 will Mercedes einen Stromer auf den Markt bringen, der mindestens 1.000 Kilometer mit nur einer Akkuladung kommen soll. Aber auch die aktuell erreichten Reichweiten von den bereits auf dem Markt befindlichen Stromern sind beachtlich.

 

Standard Hybride sind gut für den Stadtbetrieb

Standard-Hybride (HEV), ohne die Möglichkeit des Aufladens an einer Ladestation, schaffen rein elektrisch aktuell etwa 30 Kilometer. Sind Sie viel in der Stadt unterwegs, könnte diese Art Fahrzeug das richtige für Sie sein. Das viele Abbremsen und Beschleunigen im Stadtverkehr bringt zusätzlich Energie, die zum Fahrbetrieb benutzt werden kann und Kraftstoff spart.

Aktuelle Daten und Untersuchungen besagen, dass Fahrer von Standard-Hybriden etwa 20 Prozent im Jahr an Kraftstoff einsparen können. Gehen wir von einer Tankfüllung im Wert von 80 Euro aus und von insgesamt 50 jährlichen Betankungen, bleiben am Ende des Jahres satte 800 Euro mehr im Geldbeutel.

Dafür kosten die Fahrzeuge bis zu 3.000 Euro mehr als ein reiner Verbrenner des jeweiligen Typs. Außerdem können Sie bei Hybriden deutlich von staatlichen Förderungen und steuerlichen Vorteilen profitieren, was den Mehrpreis oft mehr als ausgleicht.

 

Plug-in Hybride lohnen beispielsweise für Pendler

Plug-in-Hybride (kurz PHEV) haben eine deutlich größere Kraftzelle und können ganz normal per Wallbox aufgeladen werden. Im optimalen Fall reicht der Saft des Akkus für die täglichen Fahrten mit dem Auto. Dabei sind die aktuellen Plug-Ins so schlau, dass die Informationen aus dem Navigationssystem mit der Antriebs-Steuerung kombiniert werden können: Die zur Verfügung stehende Energie kann so verteilt werden, dass eine bestmögliche Reichweite rauskommt. Bis zu 800 Kilometer Reichweite in Kombination mit dem Verbrenner sind möglich. Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass so 40 Prozent an Kraftstoffkosten jährlich im Vergleich zum reinen Verbrenner gespart werden können.

Bei einem Plug-in Hybrid müssen Sie im Vergleich zu einem Verbrenner dieses Typs und der Klasse bis zu 10.000 Euro mehr bezahlen, siehe Rechenbeispiel VW Golf weiter unten, wobei die Preise aktuell immer weiter fallen. Sind Sie meist in der Stadt unterwegs oder pendeln täglich mit dem Auto zur Arbeit?  Dann lohnen sich die Mehrkosten, denn langfristig sparen Sie sehr viel an Kraftstoffkosten ein. Bis zu 40 Prozent können es je nach Nutzung des E-Motors sein.

Sie haben am Arbeitsplatz die Möglichkeit Ihren Hybriden zu laden? Dann sind rein elektrisch täglich bis zu 100 Kilometer drin. Das reicht locker von der Vorort-Idylle zum Arbeitsplatz in die City und wieder zurück. Auch für den Stopp zum Shopping zwischendurch reicht der Saft hier noch. Nehmen wir unser kleines Rechenbeispiel: Satte 1.600 Euro können Sie so jährlich an Spritkosten sparen. Außerdem können Sie bei Hybriden auch deutlich von staatlichen Förderungen und steuerlichen Vorteilen profitieren.

 

Stromer sind zwischenzeitlich voll Alltagstauglich

Bei Reichweiten von 800 Kilometer können aktuelle E-Autos noch nicht ganz mithalten. Wobei das so auch nicht ganz richtig ist. Der Ford Mustang Mach-E hat offiziell einen "Guinnes World Record" für seine Effizienz aufgestellt. Beweisen musste sich der E-Mustang mit einer Batteriekapazität von 88 Kilowattstunden auf der längsten per Straße zurücklegbaren Strecke in Großbritannien von John O’Groats in Schottland nach Land´s End im äußersten Westen von Cornwall auf einer Strecke von 1.351 km (ca. 840 Meilen). Auf der gesamten Strecke mussten nur zwei kurze Ladestopps von insgesamt knapp 45 Minuten eingelegt werden. Eine Akkuladung hat somit eine Reichweite von mehr als 800 km ergeben.

Die meisten aktuellen Stromer haben eine realistische Reichweite von 300 bis 500 Kilometer. Haben Sie die Möglichkeit das Auto zwischendurch an einem Schnellader zu laden, sind mit Gepäck und der normalen Nutzung von Klimaanlage, Radio und Navi, also unter normalen Bedingungen, durchschnittlich 200 bis 300 Kilometer locker drin. Das reicht bei einer durchschnittlichen Ladedauer von 20 bis 30 Minuten auch für eine ausgedehnte Fahrt in den Urlaub. Also ist der Stromer zwischenzeitlich durchaus Alltagstauglich geworden.

 

Rechenbeispiel Hybride vs. Stromer

Der Basispreis für Elektrofahrzeuge liegt in der Regel über dem Preis eines vergleichbaren Verbrenners, natürlich gibt es hier deutliche Unterschiede bei den Fahrzeugklassen und Typen. Nehmen wir das klassischste deutsche Beispiel des VW Golf. Ein normaler VW Golf in der Ausführung „Life“ mit Verbrenner-Motor kostet aktuell mindestens 25.000 Euro. Der Standard-Hybrid ebenfalls in der Ausführung „Life“ kostet 28.000 Euro, den Plug-In gibt es erst ab der Ausführung  „Style“ ab gut 39.000 Euro und.  Der dem Golf am nahesten kommende Vollstromer bei VW ist der fünfsitzige ID3 ProS, den gibt es in der günstigsten Ausführung ebenfalls ab gut 39.000 Euro. Damit kostet der Stromer bei VW genauso viel wie der vergleichbare Plug-In Hybride dieser Klasse.

Zu Bedenken gilt hier, dass die Wartungskosten bei reinen Elektroautos deutlich geringer sind als bei Verbrennern, denn es gibt deutlich weniger bewegliche Teile, die kaputt gehen oder sich abnutzen können. Laufleistungen von 400.000 Kilometern und darüber sind ohne nennenswerte Wartungskosten schon Realität. Ein australischer Tesla-Besitzer hat mit seinem Model S75D beispielsweise in nur drei Jahren satte 400.000 Kilometer abgerissen. Das Unglaubliche ist, dass er nur einen neuen Satz Bremsen benötigte.

 

Mehr Fahrspaß mit dem E-Auto

Elektroautos lassen an der roten Ampel so manchen Sportwagen stehen. Das gelingt unter anderem, weil das maximale Drehmoment von E-Autos beim Beschleunigen aus dem Stand beinahe sofort komplett verfügbar ist.  Drehmoment meint einfach ausgedrückt eine Kraft, die etwas dreht. Sie wird in Newton-Meter, kurz Nm, angegeben. Das Drehmoment eines Motors sorgt im Zusammenspiel mit der Motoren-Drehzahl für Leistung, die in Kilowatt, kurz kW, oder traditionell in Pferdestärken, kurz PS, angegeben wird.

Autos, die mit Diesel oder Benzin fahren, haben ihr maximales Drehmoment oft erst ab der Mitte ihres Drehzahlbandes und ihre höchste Leistung meist in der Nähe der maximalen Drehzahl, also kurz vor dem roten Bereich der Drehzahl-Anzeige am Armaturenbrett. Der Elektromotor hingegen gibt von Anfang an sein volles Drehmoment ab. Je stärker das Drehmoment und je kleiner die dafür benötigte Drehzahl, umso kräftiger können Autos von unten heraus beschleunigen.

Deshalb fühlen sich Elektroautos beim Beschleunigen schneller und souveräner an als Autos mit gängigen Verbrennungsmotoren. Denn wer im Verbrenner viel Leistung und Drehmoment will, der braucht eine hohe Drehzahl. Bis die erreicht ist, vergehen die an der Ampel entscheidenden Sekunden. Außerdem heißt eine hohe Drehzahl beim Verbrenner auch: viel Lärm, viel Verbrauch und viel Vibration.

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