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Akku made in Germany: Porsche baut eigene Batterie-Fabrik in Tübingen

Porsche treibt den Umbau seiner Modelle auf Elektro-Antrieb voran. Akkus werden von Volkswagen bezogen, Hochleistungsakkus sollen bald in Tübingen produziert werden und in Schweden soll ein weiteres Werk entstehen.

Der Taycan kam 2019 auf den Markt und hat mittlerweile so viel Erfolg wie der klassische Verbrenner von Porsche, der 911. Der Mutterkonzern Volkswagen will bis 2030 sechs Werke für die Produktion von Batteriezellen in Europa bauen. Auf diese Weise soll der Eigenbedarf gedeckt und die Unabhängigkeit von anderen Zulieferern aus Asien garantiert werden. Diese sechs Werke sollen vor eine Art „Einheitszelle“ produzieren, die in den absatzstarken Modellen von VW eingebaut werden. In Tübingen will Porsche allerdings nur Hochleistungszellen für seine Elektrosportwagen produzieren lassen, gab Porsche-Chef Oliver Blume in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) in einem Interview bekannt. Man verfährt bei der Herstellung der elektrischen Autos als ähnlich wie bei den Porschemodellen mit Verbrennungsmotor, die ebenfalls in Deutschland produziert werden.

Eigene Batterieproduktion von Bedeutung

Deutsche Autohersteller haben bisher den Einstieg in die Produktion von Zellen für Akkus nicht gewagt, da die Investitionskosten sehr hoch sind. Porsche könnte von VWs Ambitionen profitieren. Der Bau von zwei der sechs geplanten Werken wurde bisher bestätigt, nämlich in Salzgitter und im schwedischen Skellefteå, wo in Kooperation mit dem Start-Up Northvolt Hochleistungszellen produziert werden sollen. Es wird gemunkelt, dass auch Seat gute Chancen hat, sich einen Standort zur Herstellung von Einheitszellen in Spanien zu sichern. Auch das Konkurrenzunternehmen Tesla plant Gigafabriken zur Batterieherstellung in Europa. Das zeigt, dass die Eigenproduktion von Akkus ein Schlüsselelement in der Herstellung von Elektroautos ist. 2020 hat die UBS-Bank aus der Schweiz in Südkorea bei LG Chem eine Studie veranlasst, die zeigte, dass beispielsweise der Chevy Bolt von General Motors 52 Prozent seines wirtschaftlichen Erfolges durch die Batterie erzielt. Daher wird nur die Karosserie noch in Detroit gefertigt, Motor und Akkus werden mit Zulieferern abgestimmt. Volkswagen hingegen hat bisher die Entwicklung und Produktion von seinen Modellen selbst übernommen.

Hersteller aus Fernost führend bei Batteriezellen

Bisher dominierten Hersteller aus Asien in der Produktion von Batterien. Die aktuell stärksten Produzenten sitzen in Japan, China und Südkorea. Das chinesische Unternehmen CATL ist dank der Subventionen von der chinesischen Regierung der größte Akkuhersteller und liefert unter anderem Akkus für BMW, Volkswagen und Daimler. Weitere Akkuhersteller aus Fernost sind Panasonic, LG Chem, Samsung SDI, SK Innovation und BYD. Deutschland fehlen nicht nur die Rohstoffe zur Fertigung von Batterien, sondern auch das Know-how. Der wichtigste Rohstoff, Lithium, wird vor allem in Australien, China und Chile abgebaut und über 50 Prozent wird von den Firmen Albemarie, SQM und Ganfeng bereitgestellt. Volkswagen wird seine guten Verbindungen zum asiatischen Markt nutzen, um sich selbst den Einstieg in die Batterieherstellung in Europa zu vereinfachen. Aktuell nutzt VW die Firmen LG Chem, Samsung SDI, SK Innovation und CATL als Zulieferer in Europa, wobei CATL auch Batterien für VW-Modelle in China liefert und SK Innovation Batterien für den US-Markt herstellt.

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