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Neuseeland probiert es aus: Strom soll jetzt per Tesla-Strahl geschossen werden

Man benötigt nicht unbedingt Kabel, um Energie oder Strom zu übertragen. Die erste Langstreckenübertragung ohne Kabel wird jetzt in Neuseeland getestet.

Im Blog Newatlas wird berichtet, dass das StartUp-Unternehmen Emrod aus Neuseeland eine Technologie entwickelt hat, die Strom sicher und kabellos über große Entfernungen übertragen kann. Powerco, der zweitgrößte Stromanbieter Neuseelands, plant sogar, dieses Verfahren kommerziell zu nutzen.

Ende des 19. Jahrhunderts hat Nikola Tesla bereits gezeigt, dass man Glühbirnen aus rund 3 km Entfernung ohne Kabel mit Strom versorgen kann. Er wollte Türme auf der ganzen Welt installieren, die als Sender und Empfänger kabellos Strom übertragen. Zu Teslas Zeit war aber noch keine Technologie bekannt, um das Verfahren kommerziell nutzen zu können. Das hat sich jetzt mit der Technologie von Emrod geändert.

Bei dieser wird mit Hilfe eines Richtstrahls und zwei Antennen, die mit Sichtlinien Relais (‚line-of-sight relays‘) ausgestattet sind, Strom übertragen. Ein Laser schützt den Richtstrahl und sorgt für eine sofortige Unterbrechung der Übertragung, wenn eine Störung wie ein Flugzeug oder Vogel in das Laser-Feld gelangt. Das Verfahren ist nicht wetterabhängig und funktioniert bei Sturm, Regen und Schnee genau so gut wie bei Sonnenschein.

Regen, Schnee oder Nebel haben keinen Einfluss auf die Übertragung

Einzige Voraussetzung ist, dass die Antennen über freie Sicht zueinander verfügen. Distanzen von 100 Kilometer stellen kein Problem dar. Die Technologie beruht auf Elektrizität, die mit Hilfe von Sendeantenne, Relais und Gleichrichterantenne aus Mikrowellenenergie erzeugt wird. Dabei werden das nichtionisierende Funkspektrum und Frequenzen, die sonst von Bluetooth und Wi-Fi verwendet werden, genutzt.

Ein Prototyp wurde bereits von Emrod gebaut und ein weiterer soll Powerco zur Verfügung gestellt werden. Weiterhin soll die Technologie auch praktisch getestet werden. Im Moment kann der Prototyp nur ein paar Kilowatt Leistung liefern, soll aber ohne Probleme erweitert werden können. „Wir können genau dieselbe Technologie verwenden, um 100-mal mehr Leistung über viel größere Entfernungen zu übertragen“, erklärt Greg Kushnir, Gründer von Emrod.

Keine Infrastruktur wie Stromkabel, Masten oder Umspannwerke nötig

Die Technologie ermöglicht es, Strom über mehrere tausend Kilometer zu übertragen, ohne dass dabei Kosten für Stromkabel, Umspannwerke und Masten anfallen würden. Es könnte sich auch als eine Schlüsseltechnologie für erneuerbare Energien erweisen, denn diese werden oft in großer Entfernung vom Verbraucher erzeugt. So könnte Strom der von Windkraftanlagen im Meer ohne Seekabel und Speicherbatterien an Stadtnetze übertragen werden.

„Wir sind gespannt, ob die Technologie von Emrod die etablierten Möglichkeiten zur Stromversorgung ergänzen kann“, sagt Nicolas Vessiot, Network Transformation Manager von Powerco. „Wir beabsichtigen, damit Strom an abgelegene Orte oder in Gebiete mit schwierigem Gelände zu liefern.“

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