Emil Frey Deutschland Logo
EmilFrey.de zum Startbildschirm hinzufügen X

Verlängerte Akku-Lebensdauer: Lithium-Tanken könnte die Lösung sein

Die Akkus von Elektroautos verlieren über die Zeit an Leistung, weil sie Lithium verlieren. Forscher aus Finnland haben eine Methode entwickelt, bei der Akkus mit Lithium ‚betankt‘ werden können, was im Gegenzug die Lebensdauer des Akkus verbessern soll.

Forscher der Aalto-Universität in Helsinki untersuchten vor kurzem das Alterungsverhalten des Metalls Lithium-Kobalt-Oxid, das oft in Akkus für Unterhaltungselektronik verwendet wird. Ziel der Untersuchungen war es, die Lebensdauer der Akkus zu verlängern, um das aufwändige Recyceln von Akkus und deren Rohmaterialien zu vermeiden.

„Wir haben festgestellt, dass eine der Hauptursachen für die Verschlechterung von Akkus die Erschöpfung des Lithiums im Elektrodenmaterial ist“, erläutert Tanja Kallio, Professorin an der Aalto-Universität, im Nachrichtenportal pv-magazine. „Die Strukturen selbst können jedoch relativ stabil bleiben, also wollten wir sehen, ob sie wiederverwendet werden können.“

Die Forscher fanden einen Elektrolyseprozess, der für das Auftanken der Elektroden mit Lithium sorgt. Die aufgetankten Elektroden wurden dann mit Elektroden verglichen, die aus komplett neuen Materialien produziert wurden.

So wurde festgestellt, dass die Elektrodenstruktur mittels des Lithium-Betankens wiederhergestellt werden kann. Dabei werden die Eigenschaften des Akkus, wie Laderate und die Fähigkeit des Be- und Entladens nur geringfügig beeinträchtigt. In verschiedenen Industriebranchen werden ähnliche Elektrolyseprozesse bereits verwendet, erklären die Forscher. Es wäre nun an der Zeit, diese Prozesse auch auf einen kommerziellen Maßstab auszubauen.

 „Durch die Wiederverwendung der Strukturen von Akkus können wir einen Großteil der beim Recycling üblicherweise anfallenden Arbeit vermeiden und gleichzeitig potenziell Energie sparen“, erläutert Kallio. „Wir glauben, dass die Methode Unternehmen helfen könnte, die Methoden zum Recycling im industriellen Maßstab zu entwickeln.“

Weiterhin wollen die Wissenschaftler der Aalto-Universität ihr Verfahren an Kathoden mit Nickel testen, die in den letzten Jahren mehr und mehr in der Autobranche zum Einsatz kamen. Die Ergebnisse der Untersuchung hat die Zeitschrift ChemSusChem veröffentlicht.

Cookie notice

Die Emil Frey Digital Services GmbH, Cannstatter Straße 46, 70190 Stuttgart, verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, Werbungen anzupassen und zu messen und eine sichere Erfahrung zu bieten. Indem Sie die Schaltfläche "Alles zulassen und fortsetzen" betätigen, stimmen Sie zu, dass bei Emil Frey Daten über Cookies gesammelt werden.