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Elektroauto-Batterie leer gefahren: Das können Sie tun

Viele Fahrer von Elektroautos graut es vor der Vorstellung, mit einem leeren Akku am Straßenrand einfach stehen zu bleiben. Welche Möglichkeiten Sie in solch einem Fall haben, erfahren Sie hier.

Bevor der Akku tatsächlich komplett leer ist, werden oft Warnungen vom Bordcomputer des Autos angezeigt. Bei einem Neuwagen ist es ratsam die Notfallnummer des Autoherstellers dabei zu haben, denn solange die Neuwagengarantie noch gültig ist, hilft der Autohersteller aus.

Zum Beispiel bietet BMW in den ersten drei Jahren kostenfrei das Mobilitätspaket „BMW i Mobile Care“ an, das eine Notfallhilfe beinhaltet. BMW hat vor allem in Ballungsgebieten eine Flotte von Service-Mobilen, die auch einen leistungsstarken Akku zum Aufladen liegengebliebener Elektroautos mit an Bord haben.

Bei den meisten anderen Autoherstellern wird das liegengebliebene Auto jedoch nur bis zur nächsten Ladestation abtransportiert. Falls der Akku kaputt ist, wird ein Ersatzauto zur Verfügung gestellt.

Kia bietet in diesem Bereich die längste Garantie. Noch sieben Jahre nach dem Kauf eines neuen Elektroautos von Kia können Sie von der Mobilitätsgarantie profitieren, mit der sie kostenlos bis zur nächsten Ladestation gebracht werden.

Viele andere Autohersteller bieten ähnliche Neuwagengarantien:

VW stellt eine zweijährige Neuwagengarantie zur Verfügung, die gewährleistet, dass Sie kostenlos bis zur nächsten Ladesäule, zum nächsten Vertragspartner oder direkt nach Hause gebracht werden. Die gleiche Garantie bietet Nissan. Allerdings gilt sie hier drei Jahre.

Renault bietet die ‚Renault Assistance‘ an, die für Neuwagen kostenlos ist und neben Pannen und anderen Problemen auch Hilfe bei einem leeren Akku beinhaltet. Hier können Sie sich sogar eine Ladestation im Umkreis von 80 Kilometern aussuchen.

Oft bieten die Autohersteller diesen Service rund um die Uhr an. Dennoch gilt ein leerer Akku nicht bei jedem Hersteller als ‚Panne‘, bei der kostenlos ausgeholfen wird.

Bei Opel zum Beispiel gibt es den ‚Opel Mobilservice‘, der bei Pannen ein Jahr lang kostenlos Abhilfe schafft. Allerdings wird ein leerer Akku hier nicht als Panne gewertet, was bedeutet, dass angeforderte Hilfestellung bezahlen müssen.

Wenn Sie sich einen neuen EQC von Mercedes-Benz gekauft haben, können Sie den ‚Mobilo Service‘ zwei Jahre lang nutzen. Dieser Service kann bis maximal 30 Jahre verlängert werden, sofern ihr Auto jährlich bei einem Mercedes-Benz Partner gewartet wird. Weiterhin kann bei einer Panne kostenlos ein Techniker angefordert oder das Auto zur nächsten Vertragswerkstatt gebracht werden.

Geht dem Akku die Luft aus, kann das auch teuer werden

Auch in anderer Hinsicht kann ein leerer Akku teuer werden. Denn wenn Sie zum Beispiel mehr als 3 Minuten auf einem Seitenstreifen der Autobahn liegenbleiben und dabei von der Polizei erwischt werden, kann das 70 Euro Strafe kosten und Ihnen einen Punkt in Flensburg einbringen. Wenn Sie dabei noch eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellen, kann es sogar 85 Euro kosten. Bei Verursachung eines Unfalls sind es sogar 105 Euro. Daher sollte man sich vor der Autobahnfahrt immer darüber informieren, wo sich die nächstgelegenen Ladestationen befinden.

Pannenhilfe für Elektroautos bei leerem Akku

Bei Neuwagen tritt also meist der Autohersteller und dessen Neuwagengarantie in Kraft. Aber was passiert, wenn diese Garantie abgelaufen ist?

Die Pannenhelfer des ADAC werden auch für Elektroautos geschult und haben Servicefahrzeuge, die z.B. in Hamburg und Duisburg einen leistungsstarken Akku an Bord haben, mit dem sie liegengebliebene Elektroautos wieder aufladen können.

Bei dem Solarauto Sion vom Hersteller Sono, können sich Autofahrer gegenseitig helfen, denn der Sion verfügt über ein bidirektionales Ladegerät und kann von einem anderen Akku aufgeladen werden.

So erhöhen Sie die Lebensdauer Ihres Akkus

Die meisten Akkus, die momentan hergestellt werden, halten rund zehn Jahre. Die Leistung nimmt im Laufe der Jahre immer mehr ab, sodass der Akku deutlich häufiger aufgeladen werden muss.

Wie bei anderen Akkus gilt auch beim Elektroauto, dass der Akku nicht ständig voll aufgeladen werden sollte. Am besten ist es, wenn der Akku um die 50 Prozent geladen ist, nicht unter 20 Prozent fällt und auch nicht über 80 Prozent geladen wird. Der Akku sollte also nur voll aufgeladen werden, wenn eine lange Fahrt ansteht.

  • Es ist trotzdem ratsam den Akku ab und zu unter 20 Prozent zu entladen, bevor sie ihn wieder aufladen.
  • Benutzen Sie auch „Schnarchladungen“, die schonender sind als Schnellladungen.
  • Wenn Sie Ihr Elektroauto eine längere Zeit nicht nutzen, sollte der Akkustand bei etwa 50 Prozent liegen.
  • Extreme Temperaturen (Kälte und Hitze) sind nicht gut für den Akku.
  • Ein defekter Akku muss nicht gleich entsorgt werden. Mitsubishi bietet beispielsweise einen Reparaturservice an.

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