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Autobahn-Stau: Warum Sie in einem Elektroauto nicht erfrieren

In kalten und verschneiten Wintermonaten, wie wir sie in diesem Jahr erleben, steckt man schneller in einem schier ewig andauernden Megastau, als es einem lieb ist. Worauf muss man achten, damit man einen solchen Winterstau auch im Elektroauto bei möglichst angenehmen Temperaturen übersteht?

Fahrer von Autos mit Verbrennungsmotoren haben einen klaren Vorteil. Ihre Autos nutzen die Hitze, die beim Verbrennen des Kraftstoffes entsteht, um den Innenraum des Autos zu heizen. Selbst im Leerlauf bleibt das Auto so relativ verlässlich und energiesparend warm, denn die meisten Verbrenner verbrauchen im Leerlauf nur 0,5 bis 0,9 Liter Sprit pro Stunde. Demzufolge brauchen sich Fahrer dieser Autos selbst mit wenig Benzin oder Diesel im Tank nicht vor der drohenden Kälte zu sorgen.

Bei einem Elektroauto geht der Betrieb der Innenraumheizung hingegen direkt zu Lasten des Akkus, denn es wird keine Abwärme wie beim Verbrennungsmotor erzeugt. Das Nachrichtenunternehmen ‚Bild‘ berichtet, dass ein modernes Elektroauto rund ein bis zwei kW pro Stunde benötigt, um die Fahrgastzelle zu heizen. Hinzu kommen noch 0,5 kW pro Stunde, die für die Fahrzeugelektronik und das Batteriemanagement benötigt werden. Eine Heizung in einem Elektroauto verbraucht also durchaus viel Energie. Zum Glück verfügen die meisten modernen E-Autos mittlerweile über ausreichend Akkukapazität. Aber auch mit einem nur halbvoll geladenem Akku lässt sich der Innenraum durchaus eine ganze Nacht angenehm warmhalten.

Dies hat Stefan Moeller, Chef des E-Auto-Verleihs Nextmove, im Selbstexperiment bewiesen. Er verbrachte im Januar 2019 bei einer Außentemperatur von -5 Grad eine Nacht in einem Kia e-Niro . Die 64-kWh-Batterie des Kia war zu 86% geladen und verfügte über eine Reichweite von 358 km als Moeller den Versuch begann. Er machte es sich dann im Auto bequem, legte die Sitze um und stellte die Temperatur auf 19 Grad ein. Am nächsten Morgen war das Auto noch immer angenehm warm. Moeller berichtet in einem YouTube-Video über sein Experiment: „Der e-Niro lieferte beim Kaltstart sofort 7 kW Heizleistung. Damit wurde es sehr schnell warm im Auto. Einmal durchgeheizt half die Wärmepumpe dabei, die Heizleistung auch bei Frost unter 1 kW Dauerleistung zu betreiben.“

Nach etwa neuneinhalb Stunden waren am nächsten Morgen noch 74% Energie im Akku. Die Reichweite war um etwa 70 Kilometer gesunken. Somit wurden durchschnittlich 0,8 kWh pro Stunde verbraucht. Moeller hätte also sogar drei Tage lang im Kia e-Niro ausharren können, ohne zu frieren. Fakt ist aber auch, dass man im Winter bei Autobahnfahrten möglichst immer noch etwas Reserve im Akku haben sollte.

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