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Das Kobalt muss weg: E-Autohersteller den Ausstieg

Kobalt soll möglichst bald nicht mehr für Akkus von Elektroautos benötigt werden. Der Abbau des Rohstoffes sei unsicher und der Preis sehr hoch. Einige Autohersteller haben entsprechende Pläne veröffentlicht, in denen sie zeigen, wie sie auch ohne das Metall effiziente Akkus bauen wollen.

Der Akku ist das teuerste Bauteil in einem Elektroauto. Laut dem US-Wirtschaftsportal Bloomberg kosten zum Beispiel kostet ein Akku mit 80 Kilowattstunden rund 9.000 Euro. Batterien dieser Gröβe werden etwa im Tesla Model 3 und im VW ID.4 eingebaut. Somit ist der Akku der Hauptgrund für die teuren Anschaffungskosten eines Elektroautos. Erst durch die Unterhaltskosten lohnt sich ein Elektroauto.

Rund 20 Prozent Kobalt werden aktuell für Akkus von Elektroautos benötigt. Hinzu kommen noch andere Metalle wie Aluminium, Eisen, Lithium, Nickel und Mangan. Eine Tonne Kobalt kostet momentan rund 35.000 bis 40.000 Euro, was sich im Preis des Akkus widerspiegelt. Auch die Förderungsbedingungen von Kobalt sind umstritten.

Die Recyclingquote von Kobalt ist in den letzten Jahren auf 70 Prozent gestiegen. Damit weniger oder kein Kobalt benötigt wird, haben Batteriehersteller CATL und SVOTL bekannt gegeben in die Massenproduktion von Akkus ohne Kobalt einzusteigen. CATL und SVOTL beliefern unter anderem Daimler, BMW und VW. Alternativen zu Kobalt sind Lithium-Lanthat-Titanat, Lithium-Titanat-Oxid oder Lithium-Schwefel, welche bereits in Elektroautos eingebaut werden.

Auch Tesla setzt sich für alternative Materialien ein. Die Gigafactory in China kommt seit letztem Jahr ohne Kobalt aus und verwendet stattdessen Lithium-Eisenphosphat-Chemien. Ähnliche Technologien werden auch von Varta und LG Chem verfolgt, gab t3n bekannt.

Mangan könnte laut Bloomberg Kobalt ersetzen. Volkswagen hatte im März angekündigt Mangan für gröβere Elektroautos zu verwenden und eine kobaltfreie Chemie für kleinere, günstigere Modelle zu nutzen. Tesla will ebenfalls mehr Mangan für seine Akkus nutzen, unter anderem für den versprochenen günstigen Tesla, der nur 25.000 Dollar kosten soll.

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