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Toyotas Plan für den Super-Akku steht

Laut dem Vizepräsidenten für Antriebstechnologie bei Toyota, plant das Unternehmen 2025 mit der Produktion seines Feststoffbatterien zu starten. Auch wenn die Prototypen derzeit schon funktionieren, müssen bis dahin aber noch Fehler in der Technologie ausgemerzt werden.

Bisher werden hauptsächlich Lithium-Ionen-Akkus mit flüssigen Elektrolyten in Elektroautos verwendet. Dies könnte sich jedoch zukünftig ändern, wenn die Feststoffbatterien ihre Marktreife erreichen. In diesen kommt anstelle von flüssigen Elektrolyten festes Material zum Einsatz. Dadurch haben sie eine höhere Energiedichte und bieten bei gleicher Größe mehr Reichweite. Außerdem können die Akkus in nur 15 Minuten aufgeladen werden und sind langlebiger als die standardmäßig verwendeten Batterien. Toyota hat man sich außerdem zum Ziel gesetzt, dass die Feststoffbatterien bei zehnjähriger Einsatzzeit einen Kapazitätsverlust von 10 Prozent nicht übersteigen.

Auch andere Autohersteller forschen derzeit an der gleichen Technologie. Volkswagen hat bereits mehrfach größere Summen in den Hersteller von Festkörperbatterien QuantumScape investiert. Tesla soll ebenfalls an Feststoffbatterien arbeiten, auch wenn es auf dem „Battery Day“ des Unternehmens dazu keine Informationen gab.

Bei Toyota und Forschungspartner Panasonic liegt man absolut im Zeitplan. 2025 soll die Produktion der Feststoff-Akkus in begrenzter Stückzahl starten. Wie Keiji Kaita, Vizepräsident der Antriebstechnologie-Abteilung, bestätigt, habe man schon einen Prototyp produziert, der funktioniert und schon in ein Konzeptfahrzeug eingebaut wurde. Allerdings gibt Toyota an, dass die Batterie erst in fünf Jahren ihre Marktreife erreicht haben wird.

Die Zellen des Prototyp-Akkus sind dünn, haben die Form eines Beutels und sind in einem Batteriepack zusammengefasst. Die Elektrolyten von Toyotas Feststoffbatterie basieren auf Schwefel. Allerdings weist Kaita darauf hin, dass die Arbeit mit dem Material für die Ingenieure alles andere als einfach ist. Die Elektrolyten müssen dicht sein und trotzdem auch flexibel bleiben. Die Herstellung muss in einer ultra-trockenen Umgebung erfolgen, was eine Produktion in höheren Stückzahlen erschwert. Aktuell können die Ingenieure nur an den Zellen arbeiten, indem sie durch versiegelte Gummihandschuhe in eine Kabine hineingreifen.

Auch technisch haben die Prototypen aktuell noch Probleme. So treten nach wiederholtem Aufladen Defekte auf, an deren Behebung Toyota derzeit intensiv arbeitet.

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