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Förderung von E-Autos: Bundesregierung will günstigen Strom und Ladesäulen-Zwang für Tankstellen

Eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur ist eine der Grundvoraussetzungen, um die Elektromobilität weiter voranzutreiben. Aus diesem Grund fördert die Bundesregierung mit dem aktuellen Konjunkturpaket neben der Anschaffung von Elektroautos auch den Ausbau der Ladesäulen.

Mit einem Volumen von stattlichen 130 Milliarden Euro kann sich das Konjunkturpaket zur Abminderung der Corona-Pandemie-Folgen, zumindest finanziell, sehen lassen. Neben Maßnahmen

  • wie der temporären Senkung der Mehrwertsteuer,
  • einer Entlastung beim Strompreis,
  • einem Kindergeld-Bonus,

wurden auch Mittel für die Förderung nachhaltiger Mobilitätslösungen bereitgestellt.

Wie das Bundesfinanzministerium auf seiner Webseite informiert, "beinhaltet das Zukunftspaket zahlreiche Maßnahmen für die Mobilitätswende. Es zielt darauf, den Strukturwandel der Automobilindustrie zu begleiten und dazu beizutragen, dass zukunftsfähige Wertschöpfungsketten aufgebaut werden."

Eine dieser Mobilitätswende-Maßnahmen betrifft die sogenannte Innovationsprämie. Der Bund erhöht seinen eigenen Anteil an diesem Umweltbonus auf bis zu 6.000 Euro.

Ein weiterer maßgeblicher Faktor bei der Entscheidung für oder gegen ein Elektrofahrzeug ist die Versorgungssicherheit. Die sogenannte Reichweitenangst ist nach wie vor fest in vielen Köpfen verankert und hält nicht wenige Autofahrer von dem Kauf eines E-Autos ab. Dem will die Bundesregierung entgegenwirken, indem sie den Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Weiterentwicklung der Akkus fördert.

Für "den Ausbau moderner und sicherer Ladesäulen-Infrastruktur sowie die Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität und der Batteriezellenfertigung werden zusätzlich 2,5 Milliarden Euro investiert", teilt das Bundesfinanzministerium mit.

Darüber hinaus sollen Tankstellen verpflichtet werden, auch Ladesäulen für Elektrofahrzeuge vorzuhalten. Ganz neu ist der Plan nicht. Bereits im letzten Jahr wurde der sogenannte „Masterplan Ladeinfrastruktur“ auf den Weg gebracht. Darin ist unter Punkt 5 zu lesen: "Durch eine Versorgungsauflage soll geregelt werden, dass an allen Tankstellen in Deutschland auch Ladepunkte angeboten werden."

Mithilfe des Konjunkturprogramms soll das angepeilte Ziel nun erreicht werden. Das ist ein ambitionierter Plan, wenn man bedenkt, dass es laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) im März 2020 in Deutschland insgesamt „nur“ 27.730 Ladestationen für Elektroautos gab.

Um der Elektromobilität den Weg hin zum Massenmarkt zu ebnen, sind laut BDEW mindestens 70.000 Ladestationen und 7.000 Schnellladestationen erforderlich. Neben den Tankstellen hat die Bundesregierung öffentliche Räume im Visier. An stark frequentierten Stellen, wie vor Krankenhäusern oder Schulen, sollen ebenfalls verstärkt Ladestellen eingerichtet werden. 

Ein weiterer Punkt des Konjunkturprogramms widmet sich den Zukunftsinvestitionen von Herstellern und Zulieferern der Automobilindustrie. In den Jahren 2020 und 2021 werden diese mit einem Bonus-Programm von einer Milliarde Euro gefördert.

The Mobility House, ein Anbieter von Energie- und Ladelösungen, zu dessen Investoren Daimler und die Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz gehören, resümiert: "Es ist ein ganz klares Bekenntnis zu batterieelektrischen Fahrzeugen und etabliert die Elektromobilität als Zukunftstechnologie. Damit liegt Deutschland international in der Spitzengruppe bei der Förderung batterieelektrischer Fahrzeuge."

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