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„Start in eine neue Ära“: VW Chef Diess will Tesla mit ID.3 einholen

Im Sommer 2020 startete der Verkauf des ID.3, dem ersten „echten“ E-Autos des deutschen Fahrzeugbauers Volkswagen. Die Grundlage für das Auto bildet der Modulare E-Antriebs-Baukasten (MEB), ein von VW entwickeltes Baukastensystem für die Herstellung von Elektroautos. Laut Konzern-Chef Herbert Diess läutet der ID.3 einen "Start in eine neue Ära“ von VW ein.

Der VW-Chef ist überzeugt, dass VW mit dem ID.3 Tesla Paroli bieten kann. Das neue E-Auto des größten deutschen Automobilherstellers ist für Diess der "Gamechanger für die Mobilität". Pünktlich zum Start des Verkaufs hat der VW-Vorstandsvorsitzende über sein LinkedIn-Profil in einem Beitrag seiner Auffassung Nachdruck verliehen, dass der ID.3 und der zugrundeliegende Modulare E-Antriebs-Baukasten (MEB) Einfluss auf die weltweite Entwicklung der E-Mobilität haben werden.

Der ID.3 ist das erste Auto, das auf dem MEB bsiert. An diesem eigens für E-Autos entworfenen Baukasten-System hat VW vier Jahre lange geforscht und gefeilt. In seinem Artikel weist Diess darauf hin, dass E-Autos dank des MEBs günstiger werden – bei höherer Reichweite und höchster Qualität.

Laut Diess ist besonders die universelle Einsatzbarkeit des MEB ein riesiger Vorteil: Jedes beliebige E-Fahrzeug könne darauf aufgebaut werden – unabhängig davon, ob es sich um einen Bus, ein Stadtauto oder einen SUV handele und auch unabhängig von der Marke. Das erlaube eine Vielzahl an verschiedenen Modellen.

Produktion von 27 Modellen auf MEB-Basis bis 2022

Die Planung des VW-Chefs sieht vor, dass bereits bis 2022 insgesamt 27 E-Modelle auf Basis des MEBs produziert werden sollen. Die breite Vielfalt an verschiedenen E-Autos soll über die Konzernmarken Volkswagen, Audi, Seat und Škoda abgedeckt werden. Ziel ist es, dass bis zum Jahr 2029 20 Millionen E-Autos auf MEB-Basis auf den Straßen unterwegs sind. Möglich ist das Erreichen der Zielvorgabe, weil das Baukasten-System auch an andere E-Fahrzeugbauer verkauft werden kann und soll.

Einen ersten namhaften Partner konnte Diess bereits mit dem US-Autobauer Ford präsentieren. Der weltweit fünftgrößte Fahrzeug-Hersteller plant ein erstes reines Batterie-Auto auf Basis der MEB-Architektur in den europäischen Markt einzuführen. Darüber hinaus hat auch der CEO von Fisker Automotive, Henrik Fisker, kürzlich verlautbaren lassen, dass für den E-SUV Fisker Ocean, der sich gerade in Planung befindet, ebenfalls der Modularen E-Antriebs-Baukasten von VW als Grundlage dienen soll. Eine offizielle Bestätigung seitens VW steht allerdings noch aus.

"Die batteriebetriebene Elektromobilität ist alternativlos"

VW wurde unterstellt, den Trend zu E-Mobilität nicht rechtzeitig erkannt zu haben. Diess hält dagegen, dass VW bereits vor vier Jahren mit der Entwicklung einer eigenen Elektroplattform begonnen habe. Nur Tesla könne bislang außer VW mit einer eigenen Plattform aufwarten.

Der MEB soll VW die Produktion von großen Stückzahlen ermöglichen. Dadurch sollen E-Autos deutlich günstiger werden. Zusammen mit einer Batterie, die für mehr Leistung und Reichweite sorgt, soll E-Mobilität für die breite Masse zugänglich und interessanter werden.

Diess sieht mit Blick auf die Notwendigkeit der Reduktion von CO2-Emissionen zur Bekämpfung des Klimawandels keine Alternativen zur E-Mobilität. VW hat sich deshalb als Ziel gesetzt, bis 2050 „bilanziell CO2-neutral“ zu sein. Um dieses Ziel erreichen zu können, will der deutsche Autobauer bis zum Jahr 2024 rund 33 Milliarden Euro in E-Mobilität investieren.

 

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