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Vorstellung des BMW iX: Das neue Flagg-Schiff des bayrischen Konzerns

BMW hat den iX schon vor einer Weile vorgestellt. Im normalen Straßenverkehr wird man den elektrischen SUV aber erst in einem Jahr zu sehen bekommen. EFAHRER.com durfte dennoch eines der ersten Modelle ausprobieren und hat festgestellt, dass sich neben den überzeugenden technischen Daten auch einiger Schnickschnack an Bord geschlichen hat.

Untypisch für BMW kommt der neue Elekto-SUV ganz ohne Nummer aus. So etwas gab es bei den Bayern seit dem BMW Isetta nicht mehr. Der BMW iX ist von der Größe her zwischen dem X5 und X7 angesiedelt und wird von BMW selbst als „monolithisch“ beschrieben. Das Auto wirkt wie aus einem einzigen Block geschaffen. Selbst die Türöffner stehen nicht hervor, wie man es schon von den Tesla-Modellen kennt. Der einzige Mangel ist unserer Meinung nach die fast vollständig geschlossene Niere, die viele Sensoren enthält und dadurch riesig und protzig wirkt. Im Video erhalten Sie weitere Informationen zu dem Auto und können sich selbst einen Eindruck vom Design machen.

Nachhaltigkeit ist wichtig beim iX

Bei der Herstellung des E-SUV werden nur erneuerbare Energien eingesetzt. Der Hochvoltspeicher besteht aus recyceltem Material und es wurden keine seltenen Erden für den Motor benötigt. Diese Philosophie setzt sich auch im Innenraum fort. So wird zum Beispiel nur FSC-zertifiziertes Holz verwendet. Das Leder wird nicht wie üblich mit Chemikalien, sondern mit Olivenbaumblätterextrakt behandelt.

„Less is more“ beschreibt den Innenraum sehr treffend

Auffällig: Die Bayern nutzten bei der Presseveranstaltung viele Anglizismen, um das Auto zu beschreiben. „Shy Tech“ bezeichnet die integrierten, versteckten Lautsprecher und elektrischen Türöffner, der „loft on wheels“ bezeichnete Innenraum bietet „cozy seating“ und BMW-Vorstand Frank Weber freut sich über das „less is more“-Konzept. Über die Hälfte der Knöpfe und Schalter wurden abgeschafft und durch unsichtbare Komponenten und Stimmensteuerung ersetzt.

Die unauffälligen Elemente haben aber auch den Nachteil, dass sie nicht so gut gesehen werden können. Dennoch wurde das Fahrzeuginnere erfolgreich neugestaltet und fühlt sich wirklich komfortabel an. So wirken die Sitze mit ihrem Stoffüberzug wie Sessel und die mit Velourstoff überzogene Armatur ist im Vergleich zu herkömmlichen Autos auffällig weich. Allerdings sind bei so viel Stoff Flecken wohl kaum zu vermeiden. Die Mittelkonsole mit ihren Holzelementen erinnert beinahe an ein Möbelstück.

Das 12,3 Zoll große Informations-Display und das 14,9 Zoll große Control-Display beeindrucken ebenso wie das Panorama-Glasdach, welches man elektrochromatisch verdunkeln kann. Das 6-eckige Lenkrad ist ungewohnt, soll aber das Einsteigen erleichtern. Die 3-stufige Lenkradheizung scheint indes etwas übertrieben.

Kommen wir zu den Fakten, die ein E-Auto ausmachen:

Der iX kommt auf einen Strömungswiderstandskoeffizienten von 0,25, was verglichen mit dem aktuellen X5 (0,3) und dem X7 (0,35) einen deutlich verbesserten Wert darstellt. Hinzu kommen die Aluminium-Konstruktion, Carbon-Cage und ein glattgezogener Unterboden, was auch dem Gesamtgewicht guttut. Auf Chrom wurde konsequent verzichtet.

Die 500 PS (370 kW) werden durch zwei Elektromotoren ermöglicht, die den Stromer in fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h treiben. Beim angegebenen Verbrauch liegt der iX mit 21 kWh je 100 km eher niedrig. Auf der Autobahn dürfte sich dieser Wert nach unseren Erfahrungen mit ähnlichen Elektroautos wohl eher um die 30 kWh einpegeln. Die Batterie soll dank der Gleichstrom-Schnellladefunktion mit rund 200 kWh innerhalb von 40 Minuten von 10 Prozent auf 80 Prozent geladen werden können. Der Hochvoltspeicher von über 100 kWh reicht dann für 600 km Fahrt aus.

Der Preis wird wohl saftig sein

Auf den Preis wollen die Bayern nicht genauer eingehen und erklären nur, dass er im Bereich eines gleichartigen BMW SUV mit Verbrennungsmotor liegt. Bei der Markteinführung im November 2021 rechnen wir mit 95.000 Euro, was ungefähr so viel ist wie der M50i, wobei die Sportversion noch teurer sein wird. Die Konkurrenz von Tesla bewegt sich in ähnlichen Regionen: Das Model X beginnt bei 86.000 Euro. Mercedes EQC, Jaguar i-Pace und Audi e-Tron sind ab 70.000 Euro zu haben. Allerdings sollte schon die Basisversion des BMW iX mehr Ausstattung aufweisen als die eben erwähnten E-Autos, da BMW insgesamt nur drei Versionen anbieten will.

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