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So schaffen auch günstige Elektroautos eine Reichweite von 1.000 Kilometern

Aktuell klingt es noch wie Zukunftsmusik: 1.000 Kilometer mit nur einer Akkuladung und einer Batteriekapazität von 64 Kilowattstunden. Doch genau das hat Hyundai mit der Serien-Variante seines Kona Elektro erreicht. Der Rekord gelang aber nur unter speziellen Voraussetzungen.

Vor wenigen Tagen hat Hyundai auf dem Dekra-Lausitzring mit drei Modellen des Kona Elektro einen neuen Reichweitenrekord aufgestellt. Alle drei Fahrzeuge sollten mit je nur einer Akkuladung eine Strecke von 1.000 Kilometern schaffen. Dabei befanden sich alle drei Modelle beim Rekordversuch im Serienzustand, wie auch von der Dekra bestätigt wurde. Normalerweise schafft der Kona nach WLTP-Norm nur 484 Kilometer pro Ladung. Die zusätzlichen 600 Kilometer sind daher nur mit einer besonders sparsamen Fahrweise zu erreichen. Thilo Klemm, Leiter Aftersales bei Hyundai Motor, hatte im Vorhinein eine theoretische Maximalreichweite von 984 bis 1.066 Kilometer bei durchschnittlicher Stadtverkehr-Geschwindigkeit berechnet.

Beim Rekordversuch traten drei Teams gegeneinander an: Ein Team aus Testfahrern der Zeitschrift „Auto Bild“, ein Team aus Technikern von Hyundai-Aftersales sowie ein Team bestehend aus Mitgliedern der Hyundai Pressestelle und des Produktmanagements. Obwohl sommerliche Temperaturen von 29°C herrschten, nutze kein Team die Klimaanlage, um maximal Energie einzusparen. Das gleiche galt auch für das Entertainmentsystem. Nur das Tagfahrlicht war bei allen eingeschalten, um eine Fahrt nach gesetzlichen Vorgaben zu simulieren.

Der Test dauert insgesamt 35 Stunden und es waren 36 Fahrerwechsel nötig. Am Ende konnten aber alle drei Teams die magische Grenze reißen. Nach 1018,7, 1024,1 und 1026,0 Kilometern war der Rekord-Versuch für alle erfolgreich beendet. Im Durchschnitt fuhren die Teams während des Rekordversuchs zwischen 29 und 31 km/h. Auch wenn sich diese Werte langsam anhören, sind sie im innerstädtischen Verkehr mit Ampeln, Rush Hour und Tempo-30-Zonen nicht unrealistisch. Während des dementsprechend sehr ruhigen und beschaulichen Rennens wurde es nur kurz laut, wenn die Fahrer beim Wechsel über Effizienz und Verbrauch diskutierten.

Um eine Manipulation der Ergebnisse zu vermeiden, wurden die drei Kona Electric noch vor dem Startschuss geprüft und gewogen. Außerdem wurden die Kilometerstände abgeglichen und die Sicherungskästen versiegelt. Alle drei Wagen erreichten schließlich eine ähnliche Kilometerzahl, was laut Juan Carlos Quintana, Leiter der Hyundai-Pressewerkstatt, für eine geringe Serienstreuung spricht. Ab den letzten 3 Prozent Akkuladung sprangen die Fahrzeuge in den Notlaufmodus, wodurch nicht mehr die volle Motorleistung abgerufen werden kann. Mit Einsatz des Notlaufmodus konnten sie immerhin noch 21 Kilometer weiterfahren bis schließlich bei 0 Prozent der Wagen ausrollte, bis er mit einem kleinen Ruck durch die Aktivierung der elektrischen Feststellbremse stoppte.

Vor Hyundai haben bereits andere Autohersteller ähnliche Tests unternommen. Eine Vermietung für E-Autos hatte ebenfalls auf dem Lausitzring die Reichweite des Tesla Model 3 per Computersteuerung getestet. Sie erreichten bei ihrem Versuch 1.001 Kilometer – mit dem Tesla Model S waren es sogar 1.128 Kilometer.

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